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Kalender . Motive 2017

[Die Motive für die Ausgabe 2017 sind aktuell noch nicht verbindlich. Wie immer behalten wir uns vor, aus drucktechnischen oder anderweitigen Gründen einzelne Abbildungen noch auszutauschen. Danke.]

Verborgene Welten (Meckes & Ottawa)

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Baldrian (Valeriana)

Baldrian enthält unter anderem ätherisches Öl (neben Valerensäure unter anderem auch die Isovaleriansäure, die für den charakteristischen Geruch des Wurzelstocks verantwortlich ist), Valepotriate und Alkaloide. Das Alkaloid Actinidin ist der Grund, weshalb Baldrian ein Lockstoff für Katzen ist, ähnlich wie Katzenminze. Als pharmazeutische Droge dienen die getrockneten unterirdischen Pflanzenteile. Die Baldrianwurzel (Valerianae radix) ist eines der meist genutzten pflanzlichen Beruhigungsmittel. Ihre Anwendungsgebiete sind: Unruhezustände und nervös bedingte Einschlafstörungen, nervös bedingte Herzbeschwerden (soweit deren Diagnose gesichert ist) und krampfartige Beschwerden im Magen-Darmbereich. Am häufigsten kommt der Arznei-Baldrian als Trockenextrakt zum Einsatz, die Tagesdosis beträgt 400–600 mg.[7] Auch als Badezusatz wirkt Baldrian beruhigend.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 40:1
Rote Blutkörperchen (Erythrozyten)

Reife Erythrozyten von Säugetieren erscheinen unter dem Mikroskop als ungefähr gleich große, blasse, runde Scheiben, die in der Mitte von beiden Seiten leicht eingedellt (bikonkav) sind und keinen Zellkern haben. Auch andere Organellen wie Mitochondrien und Ribosomen fehlen. Die Erythrozyten anderer Wirbeltiergruppen haben in der Regel Zellkerne, sie fehlen sonst nur bei einigen Fisch- und Amphibienarten. Die Größe kann zwischen verschiedenen Arten um das zweihundertfache variieren.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 4.000:1
Radula der Roten Wegschnecke

Die Rote Wegschnecke (Arion rufus) ist eine 12 bis 15 Zentimeter lange Nacktschnecke. Die Färbung des Mantels der Roten Wegschnecke kann sehr unterschiedlich ausfallen, von Schwarz und Dunkelbraun über Grau, Rotbraun, Rot und Orange. Die Jungtiere sind meist hellgelblich bis hellorange mit dunklem Kopf. Der Mantelschild erreicht über ein Drittel der Gesamtkörperlänge. Der Körper ist von großen und länglichen Runzeln bedeckt. Die bei der Paarung ausgestülpten Geschlechtsvorhöfe sind sehr groß. Die Nahrung besteht meist aus saftigen Pflanzen und Aas. Sie wird wie bei vielen Schnecken mit einer Raspelzunge (Radula) zerkleinert. Die Radula ähnelt einem mit mikroskopisch kleinen Zähnen bestückten elastischen Band, dem Radulaband. Dieses Band wird über einen knorpeligen Kern geführt. Die Radulazähnchen raspeln dabei die Nahrung klein und transportieren sie in den Pharynx (Schlund) der Schnecke.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 800:1
Masern Paramyxovirus

Das Bild zeigt zwei Paramyxoviren nach Negativkontrastierung im TEM. Zur besseren Veranschaulichung wurde die Aufnahme eingefärbt. Die Spikes mit denen das Virus an Wirstzellen andockt, wurden grün, die darunter liegend Hülle des Virus (Lipidschicht) gelb gefärbt. Im Inneren des Virus befinden sich RNA Stränge die hier rötlich durchscheinend dargestellt sind. Einzelne RNA-Fragmente, die bei der Präparation aus anderen Viren ausgetreten sind, liegen zwischen den beiden Viren. Das Masern-Virus wird nur von Mensch zu Mensch übertragen, ist also theoretisch ausrottbar. Es verbreitet sich durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Sprechen) oder direkten menschlichen Kontakt. Eine Infektion ist bereits bei kurzer Exposition möglich, der Kontagionsindex liegt bei 0,95. Das heißt, dass sich 95 % aller Menschen ohne entsprechende Immunität infizieren. Aufgrund der schlechten med. Versorgung in der dritten Welt liegt die Mortalität weltweit bei ca. 1 Mio. Die Erkrankung beginnt mit Katarrh der oberen Luftwege. Nach 12-14 Tagen erscheinen die typischen Flecke auf der Haut, die innerhalb weniger Tage verschwinden und abheilen. Es entsteht lebenslange Immunität. Zu den Paramyxoviridae gehören: Parainfluenzavirus, Mumpsvirus, Masernvirus und Respiratory Synticial Virus. Diese Arten sind elektronenmikroskopisch nicht unterscheidbar.

Transmissions-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 80.000:1
Flügelschuppe des Papilio palinurus

Papilio gehört zu den eindrucksvollen Ritter- oder Edelfaltern. Die Oberfläche einer Flügelschuppe des Papilio palinurus weist feinste Leisten auf. Das Innere dieser Schuppe ist aus vielen Lagen Chitin aufgebaut, die einen genau definierten, gleichen Abstand zueinander aufweisen. Trifft Licht darauf, entsteht durch Interferenzen im Inneren der Schuppe ein kräftiges, grünes Schillern.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 290:1
Pollen der Rosskastanie

Auf dem Foto sind reife, trockene Pollen zu sehen. Sie sind die Träger der männlichen Erbsubstanz der Blütenpflanzen. Die stachlige Oberfläche dieser Pollen (im trockenen Zustand eingeklappt) lässt sie an Häarchen der Insekten anhaften; so werden sie von Blüte zu Blüte getragen. Pollen können Allergien auf Haut und Schleimhüuten empfindlicher Personen auslösen. Die Rosskastanie wird als Zierbaum kultiviert und in Grünanlagen gepflanzt.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 800:1
Kirschessigfliege

Wie andere Mitglieder der Taufliegen-Familie, ist Drosophila suzukii klein, etwa 2 bis 3,5 mm in der Länge. Die Art gilt in der Landwirtschaft als Schädling, da sie die reifenden Früchte von Kirschen, Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Pfirsichen, Pflaumen, Nektarinen, Aprikosen, Trauben und anderen schädigt. Durch ihre enorm schnelle Vermehrung können große Schäden verursacht werden. Der kurze Generationszyklus der Kirschessigfliege macht sie zu einem mit heutigen Insektiziden schwer bekämpfbaren Insekt.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 300:1
Raupe des Manduca Falters

Die Raupe des Manduca Falters ernährt sich von Blättern der Tabakpflanze. Das in der Pflanze enthaltene, giftige Nicotin reichert sich schadlos im Körper der Raupe an; dies macht sie ungeniessbar für die meissten Feinde. Wird der Befall mit Manduca Raupen kritisch, sendet die Pflanze chemische Botenstoffe aus. Diese locken eine Wanzenart an, die die Raupen töten.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 50:1
Meeresbodenkoralle

Korallen kommen ausschließlich im Meer vor, insbesondere im Tropengürtel. Im Hinblick auf die Wuchsform unterscheidet man zwischen Weichkorallen und Steinkorallen, wobei letztere durch Einlagerungen von Kalk Skelette bilden, durch die Korallenbänke oder ein Korallenriff entstehen, da totes Skelettmaterial fortwährend von lebendigem Gewebe überwuchert wird. Korallenskelette bestehen zum größten Teil aus Aragonit, den die Korallentiere aus ihrer Fußscheibe oder ihrem Ektoderm absondern, um der Kolonie Stütze zu verleihen. Die Einzelskelette sind in der Regel pflanzenartig verzweigt und an den Zweigenden, den Wachstumsspitzen, befinden sich oft farbenprächtige Polypen, die darüber hinaus den Eindruck vermitteln, Korallen seien unterseeische Blütenpflanzen.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 80:1
Hundefloh (Ctenocephalides canis)

Der Hundefloh (Ctenocephalides canis) ist ein parasitierendes Insekt der Ordnung der Flöhe (Siphonaptera), dessen Hauptwirt Hundeartige sind. Menschen werden vom Hundefloh eher selten befallen, für die Übertragung von Krankheiten spielt er ebenfalls kaum eine Rolle. Trotz dieser Wirtspräferenz ist der Hundefloh bei Haushunden allenfalls in ländlichen Gebieten anzutreffen, bei Stadthunden ist der Katzenfloh deutlich häufiger. Weitere bei Hunden vorkommende Floharten sind der Menschenfloh, der Fuchsfloh, der Hühnerfloh, der Kaninchenfloh, der Rattenfloh und der Sandfloh.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 70:1
Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Zu sehen ist dieBlattoberseite mit typischen Vertiefungen. Auszüge aus der Pflanze werden innerlich angewendet als Nervenmittel, bei hormonellen Störungen und äusserlich bei Wunden, Verbrennungen, Nervenschmerzen, Rheuma.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 880:1
Cynobakterien

Als Extremophile werden Organismen bezeichnet, die unter extremen Bedingungen existieren. Diese kräftig blaugrünen Bakterien leben in bis zu 80°C warmen Salzpfützen. Austrocknung und Kristallisation des Salzes überstehen sie unbeschadet. Auf dem Bild ist deutlich das photosythetischeMembransystem zu erkennen.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 16.000:1
© copyright O. Meckes & N. Ottawa, eye of science
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