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Kalender . Motive 2002

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Insekten/Fliegen: Kleine Fruchtfliege (Drosophila melanogaster)

Frontalansicht des Kopfes der ca. 2mm kleinen Fliege, die im Sommer vorwiegend um reifes Obst schwirrt. Wegen der Riesenchromosomen, die man in deren Larven findet und häufig auftretenden Mutationen sind Drosophilae ein beliebtes Objekt in der Genetik.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 140:1
Insekten/Dipteren: Tsetse-Fliege (Glossina spec.)

Überträgerin der afrikanischen Schlafkrankheit des Menschen. Die infektiösen Stadien der Trypanosomen werden mit dem Speichel der Tsetse-Fliege beim Saugakt in die Haut injiziert. Die Mindestdauer der Trypanosomenentwicklung in der Fliege beträgt bei mittleren tropischen Temperaturen ca.20 Tage. Eine einmal infizierte Fliege bleibt für den Rest ihres Lebens (ca. 6 Monate) infektiös.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 25:1
Insekten/Schmetterlinge: Tagpfauenauge (Inachis io)

Bei starker Vergrösserung zeigen die Schuppen auf den Flügeln der Schmetterlinge ihren sehr filigranen Aufbau. Die Schuppen lassen ß und Wärmestrahlung nach innen dringen und wirken gleichzeitig als Isolator nach außen. Die Längsrippung der Schuppen bewirkt das metallische Schillern. Auffällig ist der Dachschindel-artige Aufbau.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 260:1
Botanik: Blattquerschnitt/Gefrierbruch schwarze Nieswurz (Helleborus niger)

Die schwarze Nieswurz oder Schneerose hat typische, dorsiventrale Laubblätter, d.h. Ober- und Unterseite sind verschieden. Der anatomische Aufbau ist im Querschnitt gut zu erkennen. Das gesamte Blatt wird umhüllt von der Cuticula (hier kräftig grün), ein Überzug, den die darunterliegenden Epidermiszellen durch Sezernieren von verhärtendem Procutin selbst bilden. In die Epidermis (bräunlich) eingelagert sind die Spaltöffnungen, die der CO2- Aufnahme und der Transpiration dienen. Aus Epidermiszellen werden auch Haare gebildet. (Verdunstungs- und Bestrahlungsschutz). Zwischen der oberen und der unteren Epidermis liegt das Mesophyll, das sich in Palisaden- und Schwammparenchym gliedert. Das Palisadenparenchym (hellgrün) ist chloroplastenreich (Photosynthese), die stabförmigen Zellen stehen dicht nebeneinander senkrecht zur Blattoberfläche. Intercellularräume sichern den Gasaustausch. Das Schwammparenchym (dunkelgrün) ist intercellulareich. Die Zellen vermitteln den Abtransport der Assimilate zu den Leitbündeln (bläulich), die in dieser Schicht angeordnet sind, und sorgen für den Gasaustausch mit der Umwelt über die Spaltöffnungen. Im Leitbündel (blaugrau) werden Wasser und Nährstoffe transportiert.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 190:1
Zoologie/Würmer: Blutegel (Hirudo medicinalis)

Der Blutegel gehört zu den Ringelwürmern. Es sind blutsaugende, äußerliche Parasiten mit Saugscheiben an beiden Enden. Sie leben im Süßwasser und befallen Kalt- und Warmblüter. Medizinische Anwendung: bei Krampfadern und Rheumakrankheiten sowie zur Regulierung des Blutflusses nach Gliederverpflanzungen (z.B. angenähter Finger). Der Blutegel-Wirkstoff Hirudin verhindert die Blutgerinnung.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 30:1
Zoologie/Insekten: Ameisenfühler.

Ameisen kommunizieren mit Hilfe ihrer Fühler. Sie betasten in schneller rhythmischer Folge ihre Artgenossen. Um optimale Beweglichkeit zu ermöglichen, sind die Fühler an einem Kugelgelenk aufgehängt.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 620:1
Viren: T-Phagen auf E. coli.

Phagen sitzen auf dem Bakterium und schleusen ihre DNA ein. Auf dem Foto sind 3 verschiedene Infektionsstadien zu sehen. Viren sind zu einem eigenem Stoffwechsel nicht fähig. Sie bringen ihre DNA in fremde Zellen ein, um deren Stoffwechsel zu nutzen, und so die eigene Vermehrung zu erzwingen. Für E. coli sind 16 verschiedene Phagen bekannt.

Transmissions-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 126,000:1
Spinnentiere/Zecken: Rocky-Mountain-Wood Tick (Dermacentor andersoni).

Das Bild zeigt die Mundwerkzeuge eines adulten Tieres, von unten gesehen. Zecken durchlaufen 3 Entwicklungsstadien bis zum geschlechtsreifen Tier und haben dabei in jeder Phase ein anderes Wirtstier (z.B Maus, Hase, Mensch oder Großwild), bei dem sie Blut saugen. Die Zecken vom Typ Dermacentor sind häufig Träger von Rickettsien (Bakterien), die bei der Übertragung auf den Menschen Fleckfieber (Rickettsiose) auslösen, das bei ca.70% der Betroffenen zum Tod führt.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 150:1
Viren/Filoviridae: Marburg-Virus.

Der Name geht auf ihr fadenförmiges Aussehen zurück. Sie wurden als extrem gefährliche Erreger schwerer hämorrhagischer Fieber 1967 entdeckt (Laborpersonal in Marburg, Frankfurt, Belgrad). Die Infektion führt innerhalb weniger Tage zum Tod. Krankheitsverlauf: starker Durchfall, Erbrechen, innere Blutungen durch Zerstörung des Gewebes. Sterberate weit über 50%. Behandlung heute noch nicht möglich.

Transmissions-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 120,000:1
Botanik: Ringelblume (Calendula officinalis).

Die Abbildung zeigt Stempel und Blütenblatt. Die Blüte enthält wirksame Substanzen: Ätherische Öle, Carotinoide, Glycoside, Harze, Fette, Wachse. Anwendung als Salbe: zur Wundheilung, bei Venenleiden, Entzündungen der Lymphgefäße. Als Aufguss bei Frauenleiden.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 52:1
Botanik: Zwiebel, Wurzelspitze (Allium cepa), Anaphase.

Das Bild zeigt einen Schnitt durch die Wurzelspitze einer Zwiebel. Es sind sehr viele, aktive Zellkerne zu sehen. Eine im Abschluss begriffene Chromosomenteilung - die Anaphase- ist in der Bildmitte zu erkennen, die Chromosomen werden auseinandergezogen. Links daneben eine Prophase, hier werden die Chromosomen entwirrt. Die umgebenden Zellkerne befinden sich überwiegend im beginnenden Teilungsstadium, der Interphase bis Prophase.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung :1
Insekten: Filzlaus, Schamlaus (Pthirus pubis).

Filzläuse sind stechend-saugende Insekten. Das Bild zeigt ein adultes und ein Jungtier. Die Tiere klammern sich mit ihren charakteristischen Beinen um ein Haar. Filzläuse sind vorwiegend im Schamhaar, fast nie in der Kopfbehaarung zu finden. Übertragung meist bei Geschlechtsverkehr, nur 12 Std. ohne Wirt lebensfähig.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 40:1
Bakterien/Enterobacteriaceae: Darmbakterium (Escherichia coli).

E. coli ist ein wichtiges Darmbakterium. Es kann als Erreger von Harnwegs-, Gallenwegs-, Wund-, Apendix- und ähnlichen Infekten auftreten. Die Infektion erfolgt über Nahrung und Trinkwasser. Schmierinfektionen sind möglich. Behandlung: Chemotherapie und spezifischer Penicilline. E. coli ist ein in der Gentechnologie sehr häufig verwendetes Bakterium.

Transmissions-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 25,000:1
© copyright O. Meckes & N. Ottawa, eye of science
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