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Kalender . Motive 2003

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Insekten: Stechmücken (Culicidae), Aedes aegypti.

Stechmücken sind auf der ganzen Welt verbreitet (ca. 2900 Arten). Wenn überhaupt, saugen nur die Weibchen Blut. Aedes leben sehr eng mit dem Menschen vergesellschaftet. Beim Einstich in die Haut wird Speicheldrüsensekret abgegeben, welches Krankheitserreger übertragen kann, z.B. Filarien, Dengue- Fieber, Gelbfieber. Saugt ein Weibchen z.B. mit Gelbfieber infiziertes Blut, vermehrt sich der Erreger in der Mücke und innerhalb von 4 Tagen können neue Wirte infiziert werden.

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Botanik/Getreide: Weizenkorn (im Gefrierbruch).

Deutlich sind von oben nach unten zu erkennen: die äußeren das Korn vor dem Austrockenen schützenden aufgebrochenen, unverdaulichen Fruchtschalenschichten; die sich anschließende Samenschale mit den Aleuronkörpern (gelbgrüne massive Körner), die biologisch hochwertiges Eiweiß sowie Mineralstoffe, Vitamine und Enzyme enthält und die darunter liegende Mehlschicht mit ihren keilförmigen zellartigen Stärkekörperdepots. Weizen ist seit über 20.000 Jahren Kulturpflanze und Hauptnahrungsquelle des Menschen.

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Zoologie: Insekten: Schmeissfliege, Larve.

"Portrait" einer Larve im dritten Stadium. Das zweite von drei Larven-Stadien dieser Fliegenart kann zur Behandlung von schlecht heilenden, nekrotisierenden Wunden eingesetzt werden, wenn andere Behandlungsmethoden versagen. Dies gilt v.a. für Osteomyelitis, Gangrän, Ulcera durch Venostase und Mastoiditis. Die steril aufgezogenen Larven werden auf die Wunden gesetzt und beseitigen dort faulendes, eiterndes und bereits abgestorbenes Gewebe. Das gesunde Gewebe wird vollständig in Ruhe gelassen. Durch die Bewegung der Larven und deren Stoffwechselprodukte wird die Wunde gesäubert und eine Wundheilung angeregt. Diese Methode ist seit dem Mittelalter dokumentiert und gewinnt mit zunehmenden Antibiotikaresistenzen wieder an Bedeutung.

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Botanik: Geraniaceae: Pelargonium ignes.

Zu den Geraniaceae gehören neben der ursprünglich aus Südafrika stammenden Zierpflanze Pelargonium auch Arten wie Storchschnabel oder Reiherschnabel. Sie besitzen Drüsenhaare (gelb dargestellt), die der Abgabe bestimmter Stoffe, sei es zum Schutz der Pflanze vor Fraßfeinden, oder zum Absondern von Schadstoffen als Exkret dienen. Im Bild sind auch noch zu kleinen "Dornen" verkürzte Haare und Spaltöffnungen zu sehen.

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Milben: Pflaumenmilbe (Lepidoglyphus destructor)

L. Destructor ist eine weit verbreitete Vorratsmilbe. Milben gehören zu den Spinnentieren und haben, im Gegensatz zu Insekten 4 Beinpaare. Pflaumenmilben werden bis zu 0,75 mm groß und ernähren sich von Schimmelpilzen, Mehl und Reis. Sie gedeihen optimal bei 25 ºC und hoher Luftfeuchtigkeit. Auch Vorratsmilben können Auslöser von Allergien sein.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 270:1
Medizin: Nierenkörperchen (Glomerulus)

Die Niere ist das Filterorgan des Körpers. Das Bild zeigt die feinsten Schlingen eines Nierenkörperchens (Malpighi-Körperchen) aus der Nierenrinde. In diesen Gefäßen werden die Harnsubstanzen (Abfallprodukte des Stoffwechsels) vom Blut getrennt. Die Regulierung des Wasser- und Elektrolyt-Haushalts des Körpers und die Produktion von renalen Hormonen (Prostaglandin, Renin, Erythropoetin, Vitamin D3, Kinine) findet in der Niere statt.

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Bakterien: Milzbranderreger (Bacillus antracis)

Das Bakterium Bacillus anthracis ist der Erreger des Milzbrandes. Primär ist es Erkrankungsverursacher von Schafen, Ziegen , Rindern. Unter Umständen jedoch auf den Menschen übertragbar. Die Bakterien sind unbewegliche Stäbchen, die nach der Teilung mit den Enden verbunden bleiben und sich auf diese Weise durch das Substrat "schieben". Sie sind bei Trockenheit extrem hitzebeständig, werden erst nach einer Std. bei 150 ºC abgetötet. Durch Hemmung der Abwehrzellen des Körpers können die Bakterien sich im Gewebe vermehren und in die Blutbahn gelangen. Die Milzbranderreger geben verschiedene Toxine ab, die zur Ödembildung führen.
Die Infektion erfolgt beim Menschen i.d.R. durch verletzte Haut oder durch Einatmen. An der Eintrittsstelle in die Haut entsteht nach einigen Stunden eine rote Pustel mit schwarzem Zentrum. Lungenmilzbrand beginnt plötzlich mit Schüttelfrost und hohem Fieber, unbehandelt führt er zum Tode, bei Behandlung mit Penicillin sinkt die Lethalität auf 50% (bei Hautmilzbrand praktisch auf 0%).

Infekziöse Laborkeime wurden 2001 in den USA von Terroristen an Fernsehstationen und Kongressabgeordnete in Briefen verschickt.

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Schmetterlinge: Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum).

Das Bild zeigt die Mundwerkzeuge eines adulten Tieres, von unten gesehen. Zecken durchlaufen 3 Entwicklungsstadien bis zum geschlechtsreifen Tier und haben dabei in jeder Phase ein anderes Wirtstier (z.B Maus, Hase, Mensch oder Großwild), bei dem sie Blut saugen. Die Zecken vom Typ Dermacentor sind häufig Träger von Rickettsien (Bakterien), die bei der Übertragung auf den Menschen Fleckfieber (Rickettsiose) auslösen, das bei ca.70% der Betroffenen zum Tod führt.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 20:1
Viren: Herpes (Herpes simplex).

Herpes-Viren im Zellzwischenraum. Rot: Genetisches Material, blau: Kapsid (Hülle), gelb: Lipidschicht. Krankheitsbild: Bläschenförmige Entzündung im Mund-Rachen-Bereich. Bei Resistenzschwäche, Erkältungen und starker Sonneneinstrahlung. Behandlung: spezifische Salben.

Transmissions-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 240,000:1
Parasiten: Insekten: Flöhe: Katzenfloh (Ctenocephalides felis).

Flöhe sind blutsaugende Insekten. Die bei Katzen und Hunden vorkommenden Arten gehen zeitweilig auch auf den Menschen, lassen aber nach einigen Stichen von diesem falschen Wirt ab. Sie können beim Stechen Krankheitserreger übertragen, z.B.: Rickettsien (Bakterien) oder Bandwürmer. Brutplatz der Katzenflöhe ist meist der Schlafplatz der befallenen Katze (Hund).

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 180:1
Viren: T-Phage von E. coli.

Viren sind zu eigenem Stoffwechsel nicht fähig. Sie schleusen ihre DNA in fremde Zellen ein um deren Stoffwechsel zu nutzen, und die eigene Vermehrung zu erzwingen. Für E. coli sind 16 verschiedene Phagen bekannt.

Transmissions-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 130,000:1
Medizin: Lunge: Lungenbläschen (Alveolen).

Lunge (Pulmo): Organ der Ässeren Atmung (Sauerstoff-Aufnahme, CO2- Abgabe) und Regulation des Wasser- und Wärmehaushalts. In den Alveolen als kleinster Einheit findet der Gasaustausch statt. Erythrozyten nehmen O2 auf und geben CO2 ab. (auf dem Foto sind, bedingt durch die Präparation Erythrozyten ausgetreten und liegen i. d. Lungenbläschen).

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 260:1
Insekten: Borstenschwänze: Silberfischchen (Lepisma saccharina).

Silberfischchen sind in Küchen und Badezimmern an feuchten Stellen anzutreffen. Es sind flügellose Urinsekten mit schuppiger Haut, langen, beweglichen Fühlern und 3 Borsten am Schwanzende. Sie ernähren sich von Kohlehydraten (Zucker, Mehl...). Detailansicht der typischen Schuppen.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 500:1
© copyright O. Meckes & N. Ottawa, eye of science
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