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Kalender . Motive 2005

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Zoologie: Insekten: Schmeißfliege (Calliphora vicina), Larve

"Portrait" einer Larve im zweiten Stadium. Das zweite von drei Larven-Stadien dieser Fliegenart kann zur Behandlung von schlecht heilenden, nekrotisierenden Wunden eingesetzt werden, v.a. wenn andere Behandlungsmethoden versagen. Dies gilt besonders für Osteomyelitis, Gangrän, Ulcera durch Venostase und Mastoiditis. Die steril aufgezogenen Larven werden auf die Wunden gesetzt und beseitigen dort faulendes, eiterndes und bereits abgestorbenes Gewebe. Das gesunde Gewebe wird vollständig in Ruhe gelassen. Durch die Bewegung der Larven und deren Stoffwechselprodukte wird die Wunde gesäubert und eine Wundheilung angeregt. Diese Methode ist seit dem Mittelalter dokumentiert und gewinnt mit zunehmenden Antibiotikaresistenzen wieder an Bedeutung.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 135:1
Botanik: Schleimpilze (Myxomycetes): Trichia olivacea, Fruchtkörper.

Schleimpilze sind eine eigenständige Organismengruppe. Ihr Leben beginnt beim Schlüpfen aus einer Spore. In diesem ersten Stadium sind sie ein begeißelter Einzeller (Myxoflaggelat). Findet dieser Organismus einen Partner, verschmelzen die Beiden miteinander und werden zu einem amöboiden Organismus. Unter guten Bedingungen entwickelt sich dieser zu einem "Plasmodium", einem Organismus mit einer Hülle und Millionen Zellkernen. Das Bild zeigt mehrere, auf totem Holz gewachsene Fruchtkörper.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 35:1
Virologie: Calici-Viren: Vesikuläre Erkrankung beim Schwein.

Calici-Viren sind nackte RNA-Viren. Sie sind nach ihren becherartigen Eindellungen im Kapsid benannt. Die Caliciviren des Schweins (Vesicular Exantheme Virus of Swine, VESV) verursachen eine Maul- und Klauenseuche-ähnliche Krankheit. Beim Menschen lösen (andere Arten von) Calici-Viren Brechdurchfälle aus.

Transmissions-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 130,000:1
Botanik: Flechten (Lichenes): Gelbflechte (Xanthoria parietina ).

Flechten sind symbiontische Lebewesen aus Pilz und Alge. Die Algen sind vom Pilz umschlossen, werden so vor Austrocknen geschützt und vom Pilz mit Salzen versorgt, der Pilz profitiert von den organischen Stoffen, die die Alge abgibt. Flechten siedeln in unseren Breiten überwiegend auf Steinen und Rinden. Zur Vermehrung bildet der Pilz Fruchtkörper aus, die bei der hier gezeigten Art orange gefärbt sind.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 30:1
Zoologie: Haifische (Squaliformes): Dornhai (Squalus acanthias)

Zu sehen ist die Hautoberfläche eines Dornhais mit typischen Hornschuppen. Die Struktur der Schuppen bricht Strömungsverwirbelungen und vermindert den Strömungswiderstand. Im Schiffs- und Flugzeugbau wird versucht, diese Eigenschaft durch spezielle Oberflächenbehandlung zu nutzen.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 77:1
Zoologie: Schmetterlinge: Bombycidae: Seidenspinner (Bombyx mori)

Das Gespinst (Kokon) des ostasiatischen Maulbeerseidenspinners wird zu Seide verarbeitet. Am Laub des weissen Maulbeerbaums legt Bombyx bis zu 400 Eier ab (bis 1,5 mm) aus denen nach ca. 10 Monaten die Raupen schlüpfen. Sie spinnen sich nach ca. 5 Wochen ein und werden zur Puppe. Nach ca. einer Woche schlüpft der Schmetterling. Hier zu sehen ist der Kopf einer Raupe mit den ersten 2 Beinpaaren.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 31:1
Botanik: Korbblütengewächse: Heilpflanzen: Bergwohlverleih (Arnica montana).

Das Bild zeigt das weibliche Geschlechtsblatt (Fruchtblatt) mit einigen keimenden Pollenkörnern. Arnica montana wächst in Gebirgsregionen, liebt kühle und trockene Witterung. Als Arznei verwendet werden die Blüten. Anwendung: Innerlich kurzzeitig bei Herzleiden, wirkt anregend auf Herz und Immunsystem. äußerlich und homöopathisch bei Stauchungen, Quetschungen.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 400:1
Medizin: Menschliche Eizelle mit Spermium

Diese Eizelle wurde "in vitro" (im Reagenzglas) befruchtet. Dabei wird eine geringe Menge Sperma zu einzelnen Eizellen gegeben. Nur ein einziges Spermium kann in die Eizelle eindringen, dann verändert sich sofort deren Oberfläche und wird für andere Spermien undurchdringlich. Vom eingedrungenen Spermium spaltet sich das Kopfteil ab und wandert zum Kern der Eizelle, um sich mit diesem zu vereinigen. Die Eizellen verbleiben einige Tage im Brutschrank und bis die Zellteilung beobachtet wird. Sich gut entwickelnde Eizellen werden im 4-Zell-Stadium in die Gebärmutter der Spenderin zurückgesetzt.

Dieses Bild ist eine Fotomontage, die den Moment des Eindringens zeigen soll. Durch die vielen Schritte der Präparation für eine REM-Aufnahme verkleben die Spermien in ganzer Länge mit der Oberfläche der Eizelle und bieten keinen lebensechten Anblick.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 1100:1
Botanik: Laubmoose: Funeriales: Drehmoos (Funaria hygrometrica).

Die Moose der Ordnung Funeriales sind weltweit verbreitet. In Deutschland heimisch ist Funaria hygrometrica, das wetteranzeigende Drehmoos, welches kosmopolitisch auf allerlei vegetationsarmen, mineralkräftigen Standorten vorkommt. Als Erstbesiedler ist es oft auf Brandstellen zu finden. Zu sehen sind einige Sporenkapseln mit dem für die Laubmoose typischen Peristom in unterschiedlichen Reifestadien. Anzahl Form und Struktur der Peristomzähne sind wichtig für die Systematik. Durch hygroskopische Bewegungen der Zähne kommt es zur Sporenentleerung.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 20:1
Virologie: Pockenviren: Vaccinia-Virus.

Das Bild zeigt Vaccinia-Viren bei der Entstehung im Inneren einer Wirtszelle (Ultradünnschnitt). Das Vaccinia-Virus gehört zur Gruppe der Pockenviren und ist bei vielen Säugern verbreitet (vor allem bei Rind und Mensch). Seine Herkunft ist unklar, eine Rekombination von Kuhpocken und Variolavirus (Pockenvirus) wird vermutet. Das Vacciniavirus diente in abgeschwächter Form als Impfstoff gegen die Pocken, die inzwischen weltweit als ausgerottet gelten. Eine besondere Bedeutung hat Vaccinia in den letzten Jahren in der Gentechnik erfahren, wo es als Genfähre (Vektor) zum Einschleusen fremder Gene in menschliche Zellen verwendet wird, z.B. bei der Bekämpfung von Tumoren.

Transmissions-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 75,000:1
Botanik: Brennnesselgewächse (Urticaceae): Große Brennnessel (Urtica dioica).

Die große Brennnessel ist in Deutschland weit verbreitet. Sie bevorzugt nitrophile Standorte. Sie besitzt Brennhaare, die vermutlich der Abwehr von Fraßfeinden dienen. Die Brennhaare haben ein verkieseltes Ende mit einer präformierten Abbruchstelle im Aussehen einer Kanülenspitze. Nach dem Abbrechen des Köpfchens tritt der giftige Zellsaft aus.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 210:1
Nahrungsmittel: Weizen (Triticum), Keim

Das Bild zeigt ein Weizenkorn mit Keim. Ein Blatt und mehrere Wurzeln sind bereits zu sehen. Der Keim nutzt bei Feuchtigkeit die im Korn in Form von Stärke gespeicherte Energie zum Wachsen. Weizen ist ein Gras, gehört zu den ältesten Kulturpflanzen und ist zur Zeit das auf der Welt meist angebaute Getreide. Er dient hauptsächlich zur Herstellung von Brot und Teigwaren.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 80:1
Insekten: Zweiflügler(Diptera): Stielaugenfliege (Teleopsis belzebuth)

Das Bild zeigt die Ansicht einer zur Ordnung der Dipteren gehörenden Stielaugenfliege. Bei diesen Fliegen sitzen die Augen am Ende langer Stiele, die aus dem Kopf ragen. Die Stiele bei männlichen Exemplaren sind wesentlich länger als die der Weibchen. Weshalb die Augen auf Stielen sitzen, ist noch nicht bekannt. Die Fliegen leben in der Nähe von kleinen Fließgewässern auf Borneo. Sie stellen einen Großteil der Dipterenfauna und ernähren sich von Pflanzensäften und Honigtau. Die Larven leben in der Laubstreu.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 100:1
© copyright O. Meckes & N. Ottawa, eye of science
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