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Kalender . Motive 2006

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Medizin, Blut: Erythrozyten, Lymphozyten und Thrombozyten.

Das Bild zeigt die wichtigsten Blutzellen. Die Erythrozyten (Rote Blutkörperchen) sorgen für den Sauerstoff-Transport im Körper. Die Thrombozyten (Blutplättchen, grau) werden wie die Erythrozyten im Knochenmark gebildet und steuern durch Abgabe ihrer "Plättchenfaktoren" die Blutgerinnung. Weiße Blutkörperchen (Leukozyten, braun und gelb) sind im Körper für die Immunabwehr verantwortlich. Auf dem Bild haben einige weiße Blutzellen (Monozyten) Pseudopodien ausgebildet, andere (Granulozyten, gelblich gefärbt) haben Ihre kugelige Form erhalten.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 960:1
Botanik: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae), Schneerose (Helleborus niger), Blattquerschnitt (Gefrierbruch).

Die schwarze Nieswurz oder Schneerose hat typische, dorsiventrale Laubblätter, d.h. Ober- und Unterseite sind verschieden. Der anatomische Aufbau ist im Querschnitt gut zu erkennen. Das gesamte Blatt wird umhüllt von der Cuticula (hier zart grün), ein Überzug, den die darunterliegenden Epidermiszellen durch Sezernieren von verhärtendem Procutin selbst bilden. Aus Epidermiszellen werden auch Haare gebildet (Verdunstungs- und Bestrahlungsschutz). Zwischen der oberen und der unteren Epidermis liegt das Mesophyll, das sich in Palisaden- und Schwammparenchym gliedert. Das Palisadenparenchym ist chloroplastenreich (Photosynthese), die stabförmigen Zellen stehen dicht nebeneinander senkrecht zur Blattoberfläche. Das Schwammparenchym (dunkelgrün) ist interzellulareich, die Zellen vermitteln den Abtransport der Assimilate zu den Leitbündeln (bläulich), die in dieser Schicht angeordnet sind, und sorgen für den Gasaustausch mit der Umwelt über die Spaltöffnungen.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 750:1
Bakterien: Burkholderi pseudomallei.

Dieses polar begeißelte Bakterium ist Auslöser der Melioidose und hauptsächlich im Südostasien verbreitet. Die Erkrankung zeigt sich als Pneumonie, Septikämie oder diverse Haut- bzw. Subkutaninfektionen. Die Inkubationszeit variiert von Tagen bis Monaten. Eine Behandlung erfolgt mittels Antibiotika. B. pseudomallei wurde früher der Pseudomonas-Gruppe zugeordnet.

Transmissions-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 28,000:1
Zoologie: Spinnentiere: Zecken: Ixodes ricinus, Hallersches Organ.

Zecken sind blutsaugende Milben. Ihre warmblütigen Wirtstiere nehmen sie durch Erschütterungen und ihrem Geruchssinn war. Die Gattung Ixodes hat zum "Riechen" ein spezielles Organ am ersten Beinpaar ausgebildet: das Hallersche Organ. Naht ein Wirt, lassen sie sich von Grashalmen oder Gebüschen auf ihre Opfer fallen, suchen eine warme, dünnhäutige Stelle und bohren ihre Mundwerkzeuge in den Wirt. Der Saugvorgang kann mehrere Tage dauern, die Zecken nehmen dabei bis zum 200fachen Ihres Körpergewichts an Blut auf.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 900:1
Nutzpflanzen: Doldenblütler (Apiaceae): Wilde Karotte (Daucus carota), Frischpräparat.

Das Bild zeigt einen Querschnitt durch die Wurzel einer Möhre. Die Pfahlwurzel der Möhre enthält sehr viel kristallines Beta- Karotin, was ihr die kräftig orangene Farbe verleiht. Carotinoide können antioxidativ, antikanzerogen und immunmodulatorisch wirken.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 9:1
Botanik: Rötegewächse (Rubiaceae): Kletten-Labkraut (Galium aparine), Samenkapsel.

Das Kletten-Labkraut ist in ganz Europa und Asien weit verbreitet, wurde auch nach Nordamerika eingeschleppt. Die umgebogenen Stacheln lassen die Blätter und vor allem die Samen klebrig erscheinen. So bleiben sie besonders an Haaren oder Textilien gut haften und werden weit verbreitet. Die Klette war die Vorlage zur Entwicklung des Klettverschlusses.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 18:1
Zoologie: Insekten: Schmetterlinge: Tagpfauenauge (Inachis io).

Bei starker Vergrößerung zeigen die Schuppen auf den Flügeln der Schmetterlinge ihren sehr filigranen Aufbau. Die Schuppen lassen ß und Wärmestrahlung nach innen dringen und wirken gleichzeitig als Isolator nach außen. Die Längsrippung der Schuppen bewirkt das metallische Schillern.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 750:1
Botanik: Blumennesselgewächse (Loasaceae): Loasa xylopodia

Diese Familie der überwiegend krautigen Blumennesselgewächse sind in den amerikanischen Tropen und Subtropen verbreitet. Sie werden wegen Ihrer auffälligen Blüten gezüchtet. Loasaceae bilden borstige, oft starre Brennhaare aus. Diese bizarre Behaarung macht potentiellen Fressfeinden wie Insekten ein Durchkommen praktisch unmöglich.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 450:1
Zoologie: Soziale Faltenwespen (Vespidae): Hornisse (Vespa capro).

Die Hornisse ist die größte in Mitteleuropa lebende Faltenwespe. Die Königin gründet im Frühjahr allein ein Nest, indem sie die erste Wabe und den Beginn einer Schutzhülle aus einer papierartigen Masse aus zerkautem Holz fertigt. In diese Wabe legt sie befruchtete Eier, aus denen Larven schlüpfen, die sie selbst bis zur Verpuppung mit Insekten füttert. Aus diesen Larven entstehen Arbeiterinnen, die der Königin dann fast alle Arbeiten abnehmen. Im Herbst schlüpfen junge Königinnen und Männchen (Drohnen). Die Drohnen entstehen aus nicht befruchteten Eiern, haben also nur einen Satz Chromosomen. Allein die begatteten jungen Königinnen überwintern. Der Rest des Volkes stirbt spätestens beim ersten Nachtfrost. Das alte Nest wird im nächsten Jahr nicht wieder besiedelt.

Entgegen aller überlieferter Vorurteile ist die Hornisse kein gefährliches Insekt. Sie ist sehr friedfertig und nicht giftiger als andere Wespen oder auch Honigbienen. Ihr Stich wird allerdings aufgrund einer etwas anderen chemischen Zusammensetzung des Giftes als schmerzhafter empfunden.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 6:1
Humanmedizin: Niere, Korrosionspräparat.

Die Niere ist das Filterorgan des Körpers. Das Bild zeigt ein Ausgusspräparat einer ganzen Niere. Das Gefäßystem der Niere wurde mit einem Epoxydharz ausgegossen und nach Aushärtung die fleischlichen Bestandteile abgeätzt. Die Regulierung des Wasser- und Elektrolyt-Haushalts des Körpers und die Produktion von renalen Hormonen (Prostaglandin, Renin, Erythropoetin, Vitamin D3, Kinine) findet in der Niere statt.

Makroaufnahme, Vergrößerung 5:1
Medizin: Bakterien: Legionellaceae, Legionella pneumophila.

Legionellen sind schwach gramnegative, begeisselte Stäbchenbakterien. Sie kommen vor in jeder Form von Wasser, bei 5-65 °C. Legionellen sind sehr resistent gegen Hitze und Säuren. Die Übertragung erfolgt durch Inhalation keimhaltiger Tröpfchen, ( z. B. aus dem Befeuchtungswasser von Klimaanlagen). Legionellen lösen in der Lunge eine entzündliche Reaktion (Pneumonie) aus (bei immungeschwächten Personen). Krankheitsverlauf erstreckt sich von Fieber, Husten und Kopfschmerz bis zu Diarrhöen. Die Letalität liegt unbehandelt bei 80%, behandelt mit Antiobiotika bei 5-10%.

Transmissions-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 25,000:1
Flechten (Lichenes): Baummoos (Pseudevernia furfuracea)

Hier ist die Laubflechte Pseudevernia furfuracea zu sehen, die bei feuchtem Wetter leicht grünlich erscheint. Isidien sind als braune Warzen auf der Oberfläche erkennbar - hierbei handelt es sich um kleine Pakete aus Pilzhyphen, in denen einige Algen verpackt sind. Brechen diese Pakete ab, werden sie von Regen oder Wind an neue Standorte getragen.
Flechten sind keine einheitlichen Organismen, sondern sie setzen sich zusammen aus Pilz und Alge. Diese beiden leben symbiotisch zusammen, d.h. jeder von beiden zieht einen Nutzen aus der Verbindung. Der Pilz erhält seine notwendigen Kohlenhydrate von der Flechte, die ihrerseits durch den Pilz vor Wasserverlust, Frassschäden und Sonneneinstrahlung geschützt wird. Weltweit bestehen ca. 400 Gattungen mit ungefähr 20.000 Arten. Bei den Algen sind Blau- oder Grünalgen, bei den Pilzen meist Ascomyceten am Aufbau beteiligt. Die systematische Einteilung richtet sich hierbei nach dem Bau der Pilzfruchtkörper. Die Vegetationsform, auch Lager genannt, hat unterschiedliche Erscheinungsformen: so gibt es Krustenflechten auf Stein, Laub/Nabel/Blattflechten auf diversen Substraten sowie Strauch/Bartflechten ebenfalls auf unterschiedlichen Substraten. Die Vermehrung und Verbreitung geschieht mittels Soredien oder Isidien: kleine Päckchen von Pilzhyphen mit Algen, die leicht abbrechen können. Das Wachstum der Flechten reicht von 0,5 mm /Jahr bis zu 1-2-cm/Jahr.

Flechten reagieren vielfach sehr empfindlich auf Luftverunreinigungen. Vor allem die Ansäuerung des Regenwasssers wirkt sich schädigend aus. Durch die unterschiedliche Empfindlichkeit einzelner Arten lassen sich Flechten als Indikatoren für Schadstoffbelastungen nutzen. Darüberhinaus produzieren die symbiotischen Flechten Stoffe, die in der Medizin (z.B. Isländisch Moos als Schleimdroge), oder Chemie (z.B. Rocella-Arten zur Lackmus-Farbstoffgewinnung) oder auch als Nahrung (z.B. Rentierflechte, Mannerflechte) von Interesse sind.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 26:1
Biochemie: Linolsäure, 9.12 Octadecadiensäure, Flüssigkristalle.

Linolsäure (Leinölsäure) ist eine zweifach ungesättigte, essentielle Fettsäure. Sie ist Bestandteil von pflanzlichen und tierischen Fetten. Die Linolsäure ist wichtig für die Synthese von Prostaglandinen. Die Flüssigkristalle liegen in einer H2O-Ammoniak-Lösung vor.

Interferenzkontrast Jamin-Lebedeff, Vergrößerung 100:1
© copyright O. Meckes & N. Ottawa, eye of science
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