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Kalender . Motive 2014

LifeSciences (Martin Oeggerli)

In diesem Jahr hatten wir 2 Kalender im Angebot: Siehe auch Verborgene Welten 2014 (Meckes & Ottawa)
Klicken Sie auf ein Motiv, um es sich anzuschauen.
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Samenkapsel des Drehmooses

Landpflanzen haben Lebenszyklen bei denen sich eine haploide gametenbildende (gametophyte) und eine diploide (sporophyte) Generation abwechseln. Bei den Drehmoosen (Bryopsida sp.) ist der Gametophyte die dominante Generation, was selten bei anderen Spezies vorkommt, während der Sporophyt auf der Spitze des Gametophyten wächst. Die Sporozyten bestehen aus einer Samenkapsel (Sporangium) mit tausenden von winzigen Sporen und einem Halm. Wenn der Deckel eintrocknet, schrumpft und sich die Sprungfeder öffnet, werden die Sporen freigesetzt und vom Wind verbreitet.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 300:1
Das Gänseblümchen (Bellis perennis)

Eine einzelne Zungenblüte (links) des Gänseblümchens vom Rand des Köpfchens bestehend aus mehreren Einzelblüten (rechts), bei der zwei Pollenkörner an den papillösen Zellen der Narbe haften. Die Zungenblüten am Rand des Köpfchens unterscheiden sich morphologisch durch die fünf nahtlos verwachsenen, weißen Petalen zur Anlockung von Bestäubern. Im Gegensatz dazu bilden die Petalen der Blüten im Zentrum nur eine unscheinbare Röhre.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 300:1
Skelettmuskelfasern der Maus

Bindegewebe und extrazelluläre Komponenten (weiß) umgeben den Muskel, welcher aus seiner Vielzahl von Muskelfasern mit unterschiedlichen Zelltypen besteht (rot).
Skelettmuskeln sind für die Körperbewegungen verantwortlich und werden willentlich gesteuert. Sie machen bei Säugetieren etwa 50% des Körpergewichtes aus. Während des Alterungsprozesses verlieren Skelettmuskeln bis zu einem Drittel ihrer Masse und Kraft.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 600:1
Gänseblümchen, Oberfläche eines Kelchblattes

Biologische Oberflächen sind selten glatt. Hohe Vergrößerungen bis in den Nanometerbereich hinein zeigen oft komplexe dreidimensionale Strukturen. Über Jahrmillionen hinweg haben Blütenpflanzen wie das Gänseblümchen (Bellis perennis) optimale multifunktionelle Mikrostrukturen entwickelt, die zur Entfernung von Schmutz oder auch als Landeplatz für Insekten zu dienen. Die Abbildung zeigt die Oberfläche eines Kelchblattes vom Rande des Blütenstandes.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 5.200:1
Fettgewebe

Säugetiere nutzen spezialisiertes Bindegewebe, Fettgewebe genannt, als Polster, um Energie zu speichern und den Körper vor übermäßigem Wärmeverlust zu schützen. Technisch gesehen ist das Fettgewebe hoch organisiert und besteht aus 14-seitigen Hexagonen. Auf diese Weise wird die Speicherkapazität der individuellen Fettzellen optimiert, während gleichzeitig die Materialkosten klein gehalten und interzelluläre Zwischenräume auf ein Minimum reduziert werden.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 3.280:1
Gemeine Spinnmilbe

Spinnmilben, wie die hier gezeigte Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae) sind Parasiten, die zahlreiche Zier- und Kulturpflanzen in der freien Natur, in Obstplantagen und Gewächshäusern befallen. Sie leben im Allgemeinen an der Unterseite von Pflanzenblättern und ernähren sich, indem sie einzelne Epidermiszellen punktieren und aussaugen.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 1800:1
Eier des Großen Kohlweißlings

Die Eier des Großen Kohlweißlings (Pieris brassicae) sehen aus wie außerirdische Bauwerke. Sie schützen den Raupen-Embryo und sind mit Poren ausgestattet, um eine ausreichende Sauerstoffversorgung zu gewährleisten. Die Eier von Schmetterlingen können orange, gelb, türkis, dunkelgrau oder elfenbeinfarben sein, Stacheln tragen und haben Punkte-, Streifen- oder Spiralmusterzeichnungen – das Ergebnis eines über Jahrmillionen langen Evolutionsprozesses!

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 364:1
Darmbakterien

Bakterien geben dem Joghurt seinen spezifischen Geschmack und machen den Sauerteig sauer. Bakterien helfen tote organische Dinge zu zerlegen. Bakterien sind die Grundlage von Nahrungsketten in verschiedenen Ökosystemen und Bakterien gehören zu den ältesten Lebewesen der Erde. Darmbakterien (Escherichia coli) leben symbiotisch im Darm von Säugetieren, Menschen eingeschlossen.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 8000:1
Invasive menschliche Krebszelle

Die Transformation einer gesunden Zelle in eine Tumorzelle ist ein komplexer Vorgang und bedingt eine ganze Reihe verschiedener genetischer Veränderungen. Tumorzellen entwickeln dabei früher oder später die Fähigkeit sich fortzubewegen und Metastasen zu bilden. Das Bild zeigt eine invasive Prostatakarzinomzelle, welche häufig Metastasen im Knochenmark bilden. Mit Hilfe der Fortsätze zieht sich die Zelle über die Unterlage. Im Vergleich zu einer gesunden Zelle bildet die abgebildete invasive Tumorzelle deutlich kleinere Fortsätze aus und ist dank deren schnellerem Auf- und Abbau in der Lage, sich wesentlich schneller fortzubewegen.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 18.000:1
Bodenbakterien

Bakterien können bei Mensch und Tier ernsthafte Krankheiten verursachen. Andererseits sind viele Spezies für den Menschen vollkommen ungefährlich oder leben sogar in Symbiose als Darmbewohner, und noch andere sind wiederum für die Produktion von Antibiotika verantwortlich.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 80.000:1
Einzelnes Augenpaar einer Spinnmilbe

Spinnmilben (Tetranychus urticae) haben zwei Augen auf jeder Körperseite. Die Spinnmilben gehören zu den Acari (Milben), Familie Tetranychidae. Sie leben im Allgemeinen an der Unterseite von Blättern, wo sie ein filigranes Netzwerk zu ihrem Schutz spinnen. Schaden verursachen sie durch das Anbohren von Pflanzenzellen zum Zwecke ihrer Ernährung. Es sind mehrere Hundert Arten von Pflanzenspinnmilben bekannt.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 9.900:1
Komplexauge einer Zuckmücke (Chironomidae)

Die Komplexaugen der Insekten bestehen aus Hunderten von runden Einzellinsen. Da ihre individuellen Linsen so klein sind, begrenzen Lichtbeugungseffekte die erreichbare Auflösung. Dem kann nur durch eine Vergrößerung der Linsen oder aber einer Erhöhung ihrer Anzahl entgegengewirkt werden. Verglichen mit einfachen Augen verfügen die Komplexaugen über einen extrem großen Blickwinkel, auch können sie sehr schnelle Bewegungen wahrnehmen.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 12.000:1
Stempel des Storchschnabels (Geranium sp.)

Der Stempel wird aus Narbe (oberer Teil), sterilem Griffel (Verlängerung) und Fruchtknoten (unterer Teil, nicht sichtbar) gebildet. Bei der Bestäubung gelangen männliche Pollenkörner auf die Narbe. In der Folge wächst ein Pollenkorn zu einem kleinen Schlauch aus, der durch den Griffel bis zu den Samenanlagen im Fruchtknoten vordringt. Der Schlauch mit der Samenzelle dringt in die Eizelle einer Samenanlage ein und platzt.

Raster-Elektronen-Mikroskop, Vergrößerung 200:1
© copyright Martin Oeggerli, Micronaut
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